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Syrische Studenten in Not

Appell an die Hochschulen und Ausländerbehörden in der Bundesrepublik Deutschland

Aufgrund der andauernden Unruhen in Syrien leben die etwa 2.100 syrischen Studierenden in Deutschland seit mehr als anderthalb Jahren in ständiger Angst um ihre Angehörigen. Der psychiche Druck ist enorm. Diesem Druck sind vor allem Studierende ausgesetzt, deren Familien vor dem Krieg in die Nachbarländer Syriens flüchten mussten. Einige haben sogar jeden Kontakt zu ihren Familien und Angehörigen verloren.

 

Aber auch um ihre eigene Existenz müssen viele syrische Studenten bangen. Auf weitere finanzielle Unterstützung durch die Familien und Anangehörigen in Syrien mussten viele Studierende verzichten. Die Familien der Studierenden können nicht mehr das Studium ihrer Söhne und Töchter in Deutschland finanzieren, weil sie ihre Arbeit in Syrien verloren haben. Aber auch in Deutschland können die Studenten keine Hilfe erhalten. Aufgrund ihres Aufenthaltsstatuses sind sie von jeder finanziellen Unterstützung durch den deutschen Staat ausgeschlossen. Einen Anspruch auf soziale Leistungen besteht bei den ausländischen Studierenden nicht. Diese Studenten haben auch sehr wenige Möglchkeiten selbst für ihren Aufenthalt in Deutschland aufzukommen. Allen ausländischen Studierenden ist die Ausübung einer Tätigeit nur begrenzt erlaubt. Ordenlich eingeschriebene Studierende an den deutschen Hochschulen dürfen höchtens 90 Tage im Jahr arbeiten, was die meisten syrischen Studierenden auch machen. Doch von dieser Regelung sind Sprachschüler ausgeschlossen d.h., dass sie keinerlei Tätigkeiten nachgehen dürfen.

 

Alle syrischen Studierende müssen weiterhin für ihre Semsterbeiträge, Krankenversicherung und alle anderen Aufenthaltskosten selbst aufkommen. Nicht wenige sind hoch verschuldet und versuchen tagtäglich Möglichkeiten zu finden, um diese Phase zu überbrücken. Dazu kommen Probleme mit der Visaverlängerung von den Ausländerbehörden. Viele Bankinstitute verweigern sich den Studierenden ein Konto zu eröffnen. Je länger die kriegerische Situation in Syrien anhält, desto schlechter wird die Situation dieser Studierenden. Alle diese Probleme und Hindernisse und die psychische Belastung schlägt sich unmittelbar auf die Studienleistungen aus. Ein normales Studium unter dieser Bedingungen ist nicht mehr möglich.

 

Daher fodern wir die Hochschulen und die Ausländerbehörden in der Bundesrepublik Deutschland auf:

 

 

Die syrischen Studierenden an den deutschen Hochschulen müssen von den Semesterbeiträgen und Studiengebühren befreit werden.

 

 

Alle Hochschulen müssen Wege finden, wie sie ihre Studierenden finanziell helfen können. Die Hochschulen können die finanzielle Belastung der Studierenden dadurch lindern, indem sie den betroffenen Studenten die Möglichkiet geben, eine studentische Tätigkeit aufzunehmen. Auch ordentlich eingeschribenen syrische Studierenden müssen einen Anspruch auf Bafög haben.

 

 

Die Hochschulen müssen die Situation der syrischen Studierenden berücksichtigen und ihnen die entsprechende Betreuung anbieten.

 

 

Allen syrischen Studierenden muss eine unbegrenzte Arbeitserlaubnis erteilt werden, um ihre Erwerbstätigkeit neben dem Studium ausdehnen zu können, damit sie die weggefallene finanzielle Unterstützung aus Syrien durch eine Arbeit ausgleichen.

 

 

Keinem der syrischen Studierenden darf eine Visumsverlängerung durch die Ausländerbehörden verweigert werden, wenn diese z.B. über keine ausreichenden finanziellen Mittel verfügen.

 

 

Allen syrischen Studienbewerber, die zur Zeit einen Sprachkurs besuchen, muss ebenfalls eine Arbeitserlaubnis erteilt werden.

 

 

Der DAAD, der sich als Ansprechpartner für die in Norfall geratene Studierende sieht, muss endlich auf die Anfragen der syrischen Studierenden antworten und ihnen die entsprechende Hilfe anbieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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